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Atomkraft umzingelt

Im Bild von links nach rechts: Anne Kura (Parteirat Grüne Niedersachsen), Christian Meyer (MdL), Sven-Christian Kindler (MdB) und Jan Haude (Landesvorsitzender Grüne Niedersachsen)Allein am niedersächsischen Atomkraftwerk Grohnde demonstrierten am Ostermontag (25. April 2011) rund 20.000 Menschen für einen schnellen Atomausstieg. An vielen weiteren Atomstandorten fanden am selben Tag ebenfalls Protestaktionen statt.

In Grohnde beteiligte sich Jan Haude, Landesvorsitzender der GRÜNEN Niedersachsen, an der dortigen Umzingelungsaktion: „Ich freue mich, dass so viele Menschen auf die Straße gegangen sind. Dies ist ein eindrucksvolles Signal an Politik und Wirtschaft, schnellstmöglich aus der Risikotechnologie Atomkraft auszusteigen.“

Anlass der bundesweiten Aktion war neben dem Reaktorunglück in Japan der 25. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe.

Im Bild von links nach rechts: Anne Kura (Parteirat Grüne Niedersachsen), Christian Meyer (MdL), Sven-Christian Kindler (MdB) und Jan Haude (Landesvorsitzender Grüne Niedersachsen)

25 Jahre Tschernobyl – Atomkraftwerke endlich abschalten!

Grüne rufen für den 25. April zur Teilnahme an Demos in ganz Deutschland auf

Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl jährt sich am 26. April zum 25. Mal, während die Schreckensmeldungen von der atomaren Katastrophe im japanischen Fukushima jeden Tag schlimmer werden. „Nach Tschernobyl ist die wichtigste Lehre der fürchterlichen Ereignisse in Japan: Kein Atomkraftwerk weltweit ist sicher vor dem Risiko der Kernschmelze“, betonte Anja Piel, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Niedersachsen, am Freitag (heute) in Hannover. Zusammen mit dem breiten Bündnis der AtomkraftgegnerInnen rufen die Grünen zur Teilnahme an den Demonstrationen auf, die am 25. April zeitgleich an neun Reaktor- und drei weiteren Atomstandorten stattfinden werden. „Gemeinsam fordern wir, die Atomkraftwerke endlich abzuschalten“, ergänzte der Landesvorsitzende Jan Haude.

„Wir wollen mit den Protesten am Ostermontag in Brunsbüttel, Krümmel, Esenshamm, Grohnde und Salzgitter ein starkes und unmissverständliches Signal an die schwarz-gelbe Regierung und an die Stromriesen senden“, so Piel. „Jetzt wird es allerhöchste Zeit, dass CDU und FDP sich auf ihre Verantwortung besinnen, ein Moratorium von drei Monaten reicht dafür nicht aus. Wir brauchen einen schnellstmöglichen Ausstieg aus dieser Risikotechnologie.“

Selbst im technisch fortschrittlichen Japan sind die AKW-Betreiber bei einem Super-GAU hilflos. Ungelöst bleibe auch die Frage, was in Deutschland mit dem hochgradig radioaktiven Atommüll geschehen solle, fügte Haude hinzu. „Die Erfahrungen mit dem Atommülllager Asse II zeigen nur zu deutlich, dass der Müll nicht einmal für ein paar Jahrzehnte sicher gelagert werden kann“, sagte er. „Atomkraft war und ist eine unbeherrschbare Risikotechnologie, die keine Störfälle und Fehler verzeiht“, sind sich die beiden Vorsitzenden einig. „Jedes weitere Jahr bringt die alten Reaktoren näher an einen möglichen Unfall. Die Laufzeitverlängerung muss zurückgeholt werden und wir fordern, so schnell wie möglich auszusteigen.“

Genaue Informationen über geplante Aktionen an den einzelnen Standorten finden Sie unter www.tschernobyl25.de.

Atomkraft ist und bleibt Risikotechnologie!

Grüne Niedersachsen rufen zur Beteiligung an bundesweiten Mahnwachen auf:

Nachdem bereits unzählige Menschen in Japan ihr Leben durch die Naturkatastrophen verloren haben, ist die Bevölkerung im Land zusätzlich durch die noch nicht absehbaren fürchterlichen Folgen einer atomaren Katastrophe bedroht. „Unsere Gedanken und Hoffnungen sind jetzt bei den Opfern in Japan sowie bei den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die unter Einsatz ihres Lebens in den Katastrophengebieten, bei den Atomkraftwerken und in der verstrahlten Umgebung zu helfen versuchen. Ihnen allen gilt unsere Anteilnahme und Sorge“, so Anja Piel und Jan Haude Montag (heute) in Hannover.

Der niedersächsische Landesvorstand der Grünen ruft deshalb zur Teilnahme an den bundesweiten Mahnwachen der Anti-Atom-Initiativen auf, oder aber selbst vor Ort Mahnwachen zu organisieren. Ziel ist es, am heutigen Montag von 18:00 bis 18:30 Uhr mit möglichst vielen Menschen ein starkes Zeichen der Anteilnahme und Trauer zu setzen und sich gegen Atomkraft auszusprechen. „Wir erneuern unsere Forderung nach einem schnelleren Ausstieg aus der Atomkraft. Die tragischen Ereignisse in einem Hochtechnologieland wie Japan lehren uns schmerzhaft: Weltweit ist kein Atomkraftwerk vor Unfällen, wie beispielsweise Kernschmelzen, gefeit. Diese können nicht nur bei Erdbeben auftreten, sondern auch bei Stromausfällen und daraus folgendem Versagen der Notstromaggregate“, so die Landesvorsitzende Piel.
Jan Haude weiter: „Bisher mussten wir in Deutschland noch keinen solch tragischen Unfall verzeichnen. Wenn die schwarz-gelbe Bundesregierung tatsächlich ihren unverantwortlichen Fehler korrigieren will, muss sie die Laufzeitverlängerung – insbesondere für die Schrottreaktoren – nicht nur aussetzen, sondern zurücknehmen.“ Die Landesvorsitzenden sind sich einig: „Der rot-grüne Atomkonsens war für uns Grüne nur ein Kompromiss. Wir wollen und müssen uns so schnell wie möglich von der Risikotechnologie Atomkraft verabschieden. Die Zukunft gehört den Erneuerbaren!“

Genaue Informationen über bereits geplante Mahnwachen finden Sie unter http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/fukushima.html.