Atomkraft ist und bleibt Risikotechnologie!

Grüne Niedersachsen rufen zur Beteiligung an bundesweiten Mahnwachen auf:

Nachdem bereits unzählige Menschen in Japan ihr Leben durch die Naturkatastrophen verloren haben, ist die Bevölkerung im Land zusätzlich durch die noch nicht absehbaren fürchterlichen Folgen einer atomaren Katastrophe bedroht. „Unsere Gedanken und Hoffnungen sind jetzt bei den Opfern in Japan sowie bei den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die unter Einsatz ihres Lebens in den Katastrophengebieten, bei den Atomkraftwerken und in der verstrahlten Umgebung zu helfen versuchen. Ihnen allen gilt unsere Anteilnahme und Sorge“, so Anja Piel und Jan Haude Montag (heute) in Hannover.

Der niedersächsische Landesvorstand der Grünen ruft deshalb zur Teilnahme an den bundesweiten Mahnwachen der Anti-Atom-Initiativen auf, oder aber selbst vor Ort Mahnwachen zu organisieren. Ziel ist es, am heutigen Montag von 18:00 bis 18:30 Uhr mit möglichst vielen Menschen ein starkes Zeichen der Anteilnahme und Trauer zu setzen und sich gegen Atomkraft auszusprechen. „Wir erneuern unsere Forderung nach einem schnelleren Ausstieg aus der Atomkraft. Die tragischen Ereignisse in einem Hochtechnologieland wie Japan lehren uns schmerzhaft: Weltweit ist kein Atomkraftwerk vor Unfällen, wie beispielsweise Kernschmelzen, gefeit. Diese können nicht nur bei Erdbeben auftreten, sondern auch bei Stromausfällen und daraus folgendem Versagen der Notstromaggregate“, so die Landesvorsitzende Piel.
Jan Haude weiter: „Bisher mussten wir in Deutschland noch keinen solch tragischen Unfall verzeichnen. Wenn die schwarz-gelbe Bundesregierung tatsächlich ihren unverantwortlichen Fehler korrigieren will, muss sie die Laufzeitverlängerung – insbesondere für die Schrottreaktoren – nicht nur aussetzen, sondern zurücknehmen.“ Die Landesvorsitzenden sind sich einig: „Der rot-grüne Atomkonsens war für uns Grüne nur ein Kompromiss. Wir wollen und müssen uns so schnell wie möglich von der Risikotechnologie Atomkraft verabschieden. Die Zukunft gehört den Erneuerbaren!“

Genaue Informationen über bereits geplante Mahnwachen finden Sie unter http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/fukushima.html.

Stotterer haben eine Stimme

Filmplakat "The king's speech"
Filmplakat "The king's speech"

Der Kinofilm „The King‘s Speech“ ist nicht nur eine amüsante Tragikomödie, sondern ein Film mit einem durchaus brisanten Inhalt: Dem Umgang mit Sprachfehlern in öffentlichen Funktionen und in der Politik. Gerade von PolitikerInnen wird erwartet, dass sie sich geschmeidig ausdrücken können und wortgewandt sind. Stottern ist in der Gesellschaft demgegenüber nach wie vor eher negativ belastet, steht für Unsicherheit oder Unbeholfenheit – obwohl in Deutschland rund eine Million Menschen stottern.

Im Rahmen einer Talkrunde diskutieren am 15. März um 18:00 Uhr die beiden GRÜNEN-Politiker Malte Spitz (Mitglied Bundesvorstand) und Jan Haude (Landesvorsitzender Niedersachsen) – beide selbst Stotterer – über den Umgang mit Stottern in der Politik und in der Öffentlichkeit. Anschließend besteht die Möglichkeit zu einem gemeinsamen Besuch des Kinofilms.

Weitere Podiumsgäste:

Andreas Starke, Logopäde, Mitbegründer der Stotterer-Selbsthilfe in Deutschland

Manfred Müller, Stotterer-Selbsthilfegruppe Hannover

Datum und Ort:

Dienstag, 15. März 2011
Beginn: 18:00 Uhr
Ort: Petra K.-Klub im Grünen Zentrum, Senior-Blumenberg-Gang 1, 30159 Hannover

Studiengebühren sind Auslaufmodell

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Niedersachsen gratulieren ihren Freundinnen und Freunden in Nordrhein-Westfalen zu ihrem politischen Erfolg. „Die Campus-Maut hat keine Zukunft, Niedersachsen entwickelt sich zu einer Gebühren-Insel. Das ist ungerecht für die Studierenden – und untragbar für den Standort Niedersachsen“, kommentieren Anja Piel und Jan Haude, Landesvorsitzende der niedersächsischen GRÜNEN, die Abschaffung der Studiengebühren im Nachbarland NRW.

Deutschland steigt aus, mit NRW hat bereits das dritte Bundesland die Studiengebühren wieder abgeschafft. GRÜN wirkt für mehr Chancengerechtigkeit und Bildung. Dort, wo GRÜNE in Regierungsverantwortung gekommen sind, haben wir unser Versprechen gehalten und diese unsoziale Bildungsbarriere wieder gestrichen. Die Gebührenbelastung schreckt junge Menschen von der Aufnahme eines Hochschulstudiums ab. Damit hängt der Bildumngserfolg in Niedersachsen zunehmend vom Geldbeutel der Eltern ab. Gerade für die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit des Bundeslandes benötigen wir möglichst viele gut ausgebildete Menschen, Wissen ist unser zentraler Rohstoff. Daher ist das Festhalten an der Campus-Maut auch ökonomisch ein Armutszeugnis dieser Landesregierung.

Die GRÜNEN in Niedersachsen werden die Studierenden weiterhin bei ihrem Kampf gegen Bildungsbarrieren unterstützen und sich für eine Abschaffung der Studiengebühren einsetzen.