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Schwarz-gelbe Sortiermaschine stoppen!

Grüne demonstrieren für mehr Bildungsgerechtigkeit und Zukunftschancen

Mit einer ’schwarz-gelben Sortiermaschine‘ demonstrierten die niedersächsischen Grünen am Dienstag (heute) in Sichtweite des Landtages gegen die geplante Schulgesetzänderung von CDU und FDP, mit der die neue Oberschule in Niedersachsen eingeführt werden soll. „Die Landesregierung verharrt mit ihrer Bildungspolitik weiter im Gestern. Ausbaden müssen dies die Schülerinnen und Schüler, deren Bildungschancen auf’s Spiel gesetzt werden“, kritisierte Jan Haude, Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Niedersachsen.

Als Kultusminister Althusmann verkleidet sortierte der Landesvorsitzende Schülerinnen und Schüler den jeweiligen Schulformen zu: Nur einige ‚Ausgewählte‘ durften ins Gymnasium, alle anderen wurden in die ‚Restschule‘ abgeschoben. „Statt frühzeitigem Aussortieren brauchen wir ein längeres gemeinsames Lernen und individuelle Förderung. Es ist falsch, dass CDU und FDP die Integrierten Gesamtschulen mit allen Mitteln boykottieren und damit den Elternwillen mit Füßen treten“, sagte der Grünen-Politiker.

Ina Korter, Schulexpertin der Grünen Landtagsfraktion, bekräftigte die Ablehnung der geplanten Schulgesetzänderung: „Herr Althusmann ist mit seinem Oberschulgesetz schon jetzt gescheitert. Er schafft keine Verbesserung, sondern zementiert das gegliederte Schulsystem, er respektiert nicht den Elternwunsch nach Integrierten Gesamtschulen, sondern zieht Schutzzäune um das Gymnasium, er erreicht keinen Schulfrieden, sondern schafft Aufruhr!“

Atomkraft ist und bleibt Risikotechnologie!

Grüne Niedersachsen rufen zur Beteiligung an bundesweiten Mahnwachen auf:

Nachdem bereits unzählige Menschen in Japan ihr Leben durch die Naturkatastrophen verloren haben, ist die Bevölkerung im Land zusätzlich durch die noch nicht absehbaren fürchterlichen Folgen einer atomaren Katastrophe bedroht. „Unsere Gedanken und Hoffnungen sind jetzt bei den Opfern in Japan sowie bei den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die unter Einsatz ihres Lebens in den Katastrophengebieten, bei den Atomkraftwerken und in der verstrahlten Umgebung zu helfen versuchen. Ihnen allen gilt unsere Anteilnahme und Sorge“, so Anja Piel und Jan Haude Montag (heute) in Hannover.

Der niedersächsische Landesvorstand der Grünen ruft deshalb zur Teilnahme an den bundesweiten Mahnwachen der Anti-Atom-Initiativen auf, oder aber selbst vor Ort Mahnwachen zu organisieren. Ziel ist es, am heutigen Montag von 18:00 bis 18:30 Uhr mit möglichst vielen Menschen ein starkes Zeichen der Anteilnahme und Trauer zu setzen und sich gegen Atomkraft auszusprechen. „Wir erneuern unsere Forderung nach einem schnelleren Ausstieg aus der Atomkraft. Die tragischen Ereignisse in einem Hochtechnologieland wie Japan lehren uns schmerzhaft: Weltweit ist kein Atomkraftwerk vor Unfällen, wie beispielsweise Kernschmelzen, gefeit. Diese können nicht nur bei Erdbeben auftreten, sondern auch bei Stromausfällen und daraus folgendem Versagen der Notstromaggregate“, so die Landesvorsitzende Piel.
Jan Haude weiter: „Bisher mussten wir in Deutschland noch keinen solch tragischen Unfall verzeichnen. Wenn die schwarz-gelbe Bundesregierung tatsächlich ihren unverantwortlichen Fehler korrigieren will, muss sie die Laufzeitverlängerung – insbesondere für die Schrottreaktoren – nicht nur aussetzen, sondern zurücknehmen.“ Die Landesvorsitzenden sind sich einig: „Der rot-grüne Atomkonsens war für uns Grüne nur ein Kompromiss. Wir wollen und müssen uns so schnell wie möglich von der Risikotechnologie Atomkraft verabschieden. Die Zukunft gehört den Erneuerbaren!“

Genaue Informationen über bereits geplante Mahnwachen finden Sie unter http://www.ausgestrahlt.de/mitmachen/fukushima.html.

Grüne: Mit Ewiggestrigen kann es keinen Schulfrieden geben!

Die skeptischen Äußerungen des Kultusministers Bernd Althusmann zu einem möglichen Schulfrieden in Niedersachsen überraschen die niedersächsischen Grünen wenig: „CDU und FDP waren und sind nicht wirklich an einem Schulfrieden interessiert. Nach wie vor weigert sich die Landesregierung, den Elternwillen nach längerem gemeinsamen Lernen zu berücksichtigen“, kritisierte Jan Haude, Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, am Dienstag (heute) in Hannover.

„Althusmann gibt den Gymnasien einen einseitigen Bestandsschutz und verweigert sich, einen zweiten Weg zum Abitur wirklich zu öffnen – sei es über Gesamtschulen oder Oberschulen“, so der Landesvorsitzende. Deutlich mache dies Althusmanns Annahme, dass ein Großteil der Oberschulen keinen gymnasialen Zweig haben werde. „Leider scheinen sich die Erzkonservativen in den Reihen von CDU und FDP mit ihrem Motto ‚Selektion und Ausgrenzung statt Bildungsgerechtigkeit und Integration‘ durchzusetzen. Damit verbauen sie nicht nur die Zukunftschancen der Kinder, sondern schaden auch dem Standort. Denn: Wir brauchen mehr Menschen mit Abitur!“

Althusmann strebe maximal einen Scheinfrieden an, bewertete Haude. „Einen wirklichen Schulfrieden kann es nur mit einer anderen Politik geben. Da Schwarz-Gelb nach wie vor an dem längst ausgedienten mehrgliedrigen Schulsystem festhält, besteht hierfür wohl erst 2013 die Chance.“