Rückenwind für die Energiewende

8.000 DemonstrantInnen fordern in Hannover den Ausbau der erneuerbaren Energien

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In sieben Landeshauptstädten demonstrierten am 22. März 2014 insgesamt mehrere Zehntausend Menschen für eine konsequente Energiewende statt Fracking, Kohle und Atom. In Hannover waren rund 8.000 Menschen auf der Straße, darunter auch zahlreiche Grüne. Jan Haude, Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Niedersachsen: „Wir haben heute ein deutliches Signal nach Berlin geschickt, den Ausbau der erneuerbaren Energien zu befördern statt zu deckeln.“ Sowohl klimapolitisch als auch wirtschaftlich führe kein Weg daran vorbei, das Erneuerbare-Energien-Gesetz zu erhalten und den Ausbau regenerativer Energien auch zukünftig zu fördern, so Haude. „Windenergie ist heute die günstigste Form der Energieerzeugung. Und trotzdem gefährdet die Große Koalition mit ihren Plänen allein in Niedersachsen Zehntausende Arbeitsplätze.“

Rebecca Harms, Spitzenkandidatin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Europawahl, nahm ebenfalls an der Demonstration teil. „Wir brauchen ehrgeizige und verbindliche Ziele für erneuerbare Energien und für Energie-Einsparung. Das hilft nicht nur dem Klima. Das bringt Innovationen und kann die einseitige Abhängigkeit von Rohstoffimporten verringern. Die aktuelle Krise um Russland und die Ukraine zeigt, wie schlecht solch einseitige Abhängigkeiten sind. Was in EU-Gründungszeiten Euratom und der Vertrag für Kohle und Stahl waren muss heute ein neuer Pakt sein für erneuerbare Energien und Energie-Einsparung.“

Im April werden Kanzlerin Merkel und Energieminister Gabriel gemeinsam mit den MinisterpräsidentInnen die Zukunft der Energiewende beraten, im gleichen Monat will das Bundeskabinett den Gesetzentwurf zur Änderung des EEG beschließen. „In Niedersachsen arbeiten wir mit der Gründung der Klimaschutz- und Energieagentur daran, die Energiewende voranzutreiben. Entscheidend ist nun, den niedersächsischen Einfluss auf die Bundespolitik zu nutzen, um die Deckelungspläne der Merkel-Regierung zu verhindern“, sagte Jan Haude am Rande der Demonstration.

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