Gesundheitskontrollen nicht aufweichen

Grüne Niedersachsen lehnen Lockerung des Kontrollniveaus in Schlachthöfen ab

© Johannes Lietz
© Johannes Lietz

Die Pläne der EU, zum 1. Juni 2014 die „visuelle Fleischbeschau“ bei Schweinen einzuführen, stößt bei den niedersächsischen Grünen auf eine klare Ablehnung. „Gründliche Kontrollen sind eine zentrale Grundlage für den Verbraucherschutz“, kritisierte Jan Haude, Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Niedersachsen, heute (Freitag) in Hannover. „Die Europäische Union darf sich von Lobbyisten keine Absenkung der Standards in die Feder diktieren lassen.“

Ab dem 01. Juni 2014 sollen nach den Plänen der EU geschlachtete Schweine nur noch in Ausnahmefällen eingehend kontrolliert werden, stattdessen soll zukünftig eine oberflächliche Betrachtung am Fließband reichen. Jan Haude: „Wir begrüßen, dass der niedersächsische Landwirtschaftsminister sich im Sinne des Verbraucherschutzes dafür einsetzt, dass die Kontrollen nicht aufgeweicht werden.“ Auch die Bundesregierung müsse sich hierzu deutlich positionieren. „Es kann doch nicht sein, dass die Bundeskanzlerin mit ein paar Telefonanrufen einen Kompromiss zwischen EU-Parlament und Ratspräsidentschaft zur CO2-Regulierung für PKW – vermeintlich im Sinne Deutschlands – kippt, hier aber untätig bleibt. Das nenne ich Lobby-Arbeit.“

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