Putins Politik ist kein Partner für die Messe

Grüne Niedersachsen kritisieren Umgang mit Oppositionellen und RegierungskritikerInnen in Russland

Die Grünen Niedersachsen kündigen Protest bei einem möglichen Auftritt des russischen Präsidenten Wladimir Putin bei der Messeeröffnung 2013 an: „Es ist für uns nicht vorstellbar, dass Putin auf der Hannover Messe als großer Gestalter gefeiert wird und gleichzeitig Mitglieder der Punkband „Pussy Riot“ noch immer im Straflager sitzen“, sagte Jan Haude, Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Niedersachsen, heute (Montag) in Hannover. „Russland ist ein wirtschaftlicher Partner der Bundesrepublik, aber dieser Umstand kann nicht dazu führen, über Menschenrechtsverletzungen und Terror gegen RegierungskritikerInnen hinwegzusehen. Daher wird ein Auftritt Putins in Hannover durch starken Protest begleitet werden.“

Haude forderte die Messe AG dazu auf, sich kritisch mit einem Auftritt Putins auseinanderzusetzen: „Zu einer weltoffenen Messestadt wie Hannover passt kein Propagandaauftritt eines lupenreinen Scheindemokraten.“

Darüber hinaus unterstützen die niedersächsischen Grünen den Vorstoß, zwei weiteren „Pussy Riot“-Mitglieder, die aus Russland geflohen sind, in Deutschland eine humanitäre Aufnahme anzubieten. Drei Musikerinnen der Band waren zuvor in einem Schauprozess zu mehreren Jahren Straflager verurteilt worden, weil sie im Februar in der Moskauer Erlöserkathedrale ein Punkgebet gegen Putin aufgeführt hatten.

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