Tausende demonstrieren gegen Castor-Transport nach Gorleben

„Trotz des Beschlusses zum Atomausstieg gehen auch in diesem Jahr Tausende Menschen gegen die schwarz-gelbe Atompolitik auf die Straße – für eine konsequente Umsetzung des Ausstieges und gegen ein Endlager in Gorleben“, stellten Anja Piel und Jan Haude, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, am Wochenende im Wendland fest.

„Der rot-grüne Atomkonsens sollte im vergangenen Herbst mit der Laufzeitverlängerung aufgelöst werden. Die Katastrophe in Fukushima und die anschließenden bundesweiten Protesten haben diesen Irrlauf zwar beendet, Vertrauen haben die AtomkraftgegnerInnen in die Atompolitik der Bundesregierung offensichtlich aber nicht“, sagte Piel angesichts der Proteste und vielen Aktionen im Wendland. Solange kein Baustopp und Transportstopp für weitere Castoren beschlossen werde, könne auch ein Abrücken von der Vorfestlegung auf den Salzstock in Gorleben nicht zu erkennen sein, so Piel. Einen gesellschaftlichen Frieden werde es erst geben, wenn das letzte AKW abgestellt sei und endlich eine bundesweite ergebnisoffene Endlagersuche eingeleitet werde.

Jan Haude: „Dafür werden wir als Grüne mit den Verbänden, Gewerkschaften und Initiativen auf der Straße und im Parlament weiter kämpfen. Unsere Solidarität gilt den Menschen im Wendland und ihrem jahrzehntelangen Widerstand. Die starke Beteiligung am diesjährigen Castor-Transport zeigt, dass die Endlagerfrage kein regionales Randthema ist. Der Protest ist legitim und notwendig.“

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