Atomkraft: Schluss!

Zehntausende demonstrieren für den Ausstieg aus der Atomkraft

Unter dem Motto „Atomkraft: Schluss!“ sind heute (Samstag) bundesweit Zehntausende Menschen in 24 Städten für ein schnelles Ende der Atomkraft auf die Straße gegangen. „Die Bevölkerung hat heute einmal mehr ein klares Statement für ein schnelles Ende der Atomenergie und gegen die Deals und Tricks der schwarz-gelben Bundesregierung mit den Atomkonzernen abgegeben“, sagte die Landesvorsitzende der niedersächsischen Grünen, Anja Piel, während der Demonstration in Wilhelmshaven. „Nicht der Bericht der Ethikkommission, sondern der Entwurf der Bundesregierung wird letztendlich Grundlage unserer Bewertung sein. Erst dann werden wir wissen, wie ernst Merkel und Co. es mit dem Atomausstieg meinen und ob sie bereit sind, die nötigen Konsequenzen aus Fukushima zu ziehen. Erst dann werden wir wissen, ob Schwarz-Gelb einen gesellschaftlichen Konsens oder den koalitionären Burgfrieden anstrebt.“

Am Rande der Demonstration in Hannover unterstrich Jan Haude, Landesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Niedersachsen: „Wir Grüne fordern von der Regierung einen festen Termin für die endgültige Abschaltung der AKWs und eine Lösung in der Endlagerfrage.“ Des Weiteren dürfe es in der Zukunft keinen Spielraum mehr für Rückzieher etwa in Form einer Revisionsklausel geben. „Wir Grüne halten einen Ausstieg bis 2017 für möglich. Wichtig ist, dass jetzt die notwendigen Schritte in die richtige Richtung gegangen werden.“ Eine stärkere Förderung Erneuerbarer Energien sowie eine Beschleunigung des Netzausbaus seien dafür nötig.

Gemeinsam mit vielen Initiativen vor Ort und einem großen Bündnis aus bundesweiten Anti-Atomkraft-Organisationen riefen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in 21 Städten zu Großdemonstrationen und in drei weitern Städten zu Kundgebungen auf, um kurz vor den richtungsweisenden Entscheidungen über die Zukunft der Atomkraft in Deutschland ihren Standpunkt zu unterstreichen. In Niedersachsen fanden unter anderem Aktionen in Hannover, Göttingen und Wilhelmshaven statt.

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