25 Jahre Tschernobyl – Atomkraftwerke endlich abschalten!

Grüne rufen für den 25. April zur Teilnahme an Demos in ganz Deutschland auf

Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl jährt sich am 26. April zum 25. Mal, während die Schreckensmeldungen von der atomaren Katastrophe im japanischen Fukushima jeden Tag schlimmer werden. „Nach Tschernobyl ist die wichtigste Lehre der fürchterlichen Ereignisse in Japan: Kein Atomkraftwerk weltweit ist sicher vor dem Risiko der Kernschmelze“, betonte Anja Piel, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Niedersachsen, am Freitag (heute) in Hannover. Zusammen mit dem breiten Bündnis der AtomkraftgegnerInnen rufen die Grünen zur Teilnahme an den Demonstrationen auf, die am 25. April zeitgleich an neun Reaktor- und drei weiteren Atomstandorten stattfinden werden. „Gemeinsam fordern wir, die Atomkraftwerke endlich abzuschalten“, ergänzte der Landesvorsitzende Jan Haude.

„Wir wollen mit den Protesten am Ostermontag in Brunsbüttel, Krümmel, Esenshamm, Grohnde und Salzgitter ein starkes und unmissverständliches Signal an die schwarz-gelbe Regierung und an die Stromriesen senden“, so Piel. „Jetzt wird es allerhöchste Zeit, dass CDU und FDP sich auf ihre Verantwortung besinnen, ein Moratorium von drei Monaten reicht dafür nicht aus. Wir brauchen einen schnellstmöglichen Ausstieg aus dieser Risikotechnologie.“

Selbst im technisch fortschrittlichen Japan sind die AKW-Betreiber bei einem Super-GAU hilflos. Ungelöst bleibe auch die Frage, was in Deutschland mit dem hochgradig radioaktiven Atommüll geschehen solle, fügte Haude hinzu. „Die Erfahrungen mit dem Atommülllager Asse II zeigen nur zu deutlich, dass der Müll nicht einmal für ein paar Jahrzehnte sicher gelagert werden kann“, sagte er. „Atomkraft war und ist eine unbeherrschbare Risikotechnologie, die keine Störfälle und Fehler verzeiht“, sind sich die beiden Vorsitzenden einig. „Jedes weitere Jahr bringt die alten Reaktoren näher an einen möglichen Unfall. Die Laufzeitverlängerung muss zurückgeholt werden und wir fordern, so schnell wie möglich auszusteigen.“

Genaue Informationen über geplante Aktionen an den einzelnen Standorten finden Sie unter www.tschernobyl25.de.

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